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Artikel der Kategorie ‘Kommentare’

Von Bourdieu und Mikropsychia

Januar 26, 2012 Von: berndjoel Kategorie: Kommentare Kommentieren

Regeln und Normen können vielleicht in Frage gestellt, aber kaum auf bewusster Ebene umgewälzt werden. Dieser Reflexionsleistung sind entscheidende Grenzen gesetzt. Für das Individuum sind Regeln und Normen etwas Selbstverständliches, das zum eigenen Leben und zur Identität dazugehört. Man kann noch nicht einmal von Akzeptanz sprechen, weshalb ein Gegenargumentieren recht sinnlos ist, noch ein In-Sich-Gehen, da es kein Prozess der bewussten Willensentscheidung ist, nicht auf einer kognitiven Ebene erfolgt, sondern eher mit Glauben vergleichbar ist, als Verinnerlichung, als Mikropsychia. Zwar möge dem Menschen ab und zu Widersprüchliches auffallen, aber vom „Glauben“ abfallen wird er trotzdem so schnell nicht, gar ein „Bewusstsein seiner selbst“ entdecken, was verschüttet sicherlich noch existiert, und dann auch noch nach diesem handeln. Dies ist nur ein möglicher evolutionärer Entwicklungsprozess, der nur über mehrere Generationen erfolgreich sein kann. Hierzu ein Text über Pierre Bourdieu und seine Begriffe Klasse, sozialer Raum, Habitus und Feld, der diese Umstände etwas näher betrachtet:
http://www.sicetnon.org/content/perform/Schilcher_Bourdieu.pdf

Interessant in diesem Zusammenhang auch der Begriff Mikropsychia von Aristoteles: Das Große (System) hat sich im Kleinen (Individuum) verinnerlicht: “Wer von vorneherein wegen mangelhafter Selbstkenntnis auf Praxis verzichtet – modern gesprochen: sich ver – hält -, der wird auch dann nicht handeln, wenn er über die nötige Macht physischer, militärischer oder sonstiger Art verfügen kann.”
http://www.metanastis.com/Tyrannistheorie.htm

Von Freude und Vorfreude

Mai 02, 2011 Von: berndjoel Kategorie: Kirche, Kommentare Kommentieren

liveticker welt online:

> 12.43h Der Vatikan hofft, dass der Tod Bin Ladens „keine weiteren Hassausbrüche auslöst“. Bin Laden sei verantwortlich gewesen „für Spaltungen und Hass zwischen den Völkern“, sagt der Sprecher von Papst Benedikt XVI., Federico Lombardi. Der Tod eines Menschen sei für einen Christen jedoch niemals Grund zur Freude. <

Man mag zum Vatikan oder zu Bin Laden stehen, wie man will, aber hier ist dem Vatikan eins zu Gute zu halten: Deeskalation. Das Öl wird woanders verwandt (worauf ich jetzt nicht näher eingehen will).

Andere haben da eher das Bedürfnis, sich mal wieder den Nacken kraulen zu lassen:

>14.41 h Bundeskanzlerin Merkel:  „Ich freue mich, dass es gelungen ist, Bin Laden zu töten.“<

(siehe auch: www.bundesregierung.de)

Früher war die Welt für mich einfacher: Da gab es den schwarzen Block, die CDU/CSU im Bunde mit den Klerikalen, die Reihen fest geschlossen – heute ist eine ehemalige FDJ-Sekretärin für Propaganda CDU-Bundeskanzlerin und freut sich (die Klerikalen freuen sich zwar auch, aber bei anderen  Gelegenheiten).

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An Paris geht die Zeit vorbei

Mai 02, 2011 Von: berndjoel Kategorie: Kommentare Kommentieren

Auf meiner diesjährigen Fahrt nach Paris musste ich wieder mit Erschrecken feststellen, wie sehr doch der Fortschritt an dieser Stadt vorbei gegangen ist.

Noch immer leben die Pariser in alten Häusern. Auch ihre Konsumstätten sind völlig veraltet.

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Nils Schmid

April 30, 2011 Von: berndjoel Kategorie: Kommentare Kommentieren

Nils Schmid, der SPD-Kandidat von Baden-Württemberg, sieht ganz nett aus. Etwas schüchtern vielleicht. Mit seiner türkischen Frau wird er allerdings bei den Migrations- hintergründlern nicht punkten. Sie trägt kein Kopftuch.

G8-Pappnasen

April 29, 2011 Von: berndjoel Kategorie: Karneval, Kommentare Kommentieren

Entgegen manchen, immer wieder aufkommenden, Gerüchten ist der Kölner Karneval bekannt für seine gesellschaftskritische Tradition, bei dem auch brisante Themen mit viel Humor und Toleranz zu Worte kommen. So auch dieses Jahr, zum Rosenmontagszug am 7. März 2011.

Vorab:

Auch  z e i t d i e b e – m a g a z i n  war vertreten!

g8 pappnasen vampire zeitdiebe rosenmontag 2011

--- blutrünstig nach Tauben Ausschau haltend ---

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Jauch(z)

April 28, 2011 Von: berndjoel Kategorie: Geldsch(r)öpfung, Kommentare Kommentieren

Der größte lebende Zuschauerliebling aller Zeiten und seine Produktionsfirma erhalten die nächsten Jahre von der ARD schlappe 10,5 Millionen Euro für 39 Talk-Sendungen pro Jahr. Also knappe 270.000 pro Sendung, für die man gerade mal einen Saal und einen Tisch braucht, was sich schon über Eintrittskarten finanzieren ließe – also fleißig gucken und ganz viel mögen.

Nee, schon klar, gerade Frauen und auch mancher Mann wollen beim Fernsehen auch gerne emotional involviert werden. Dazu sind u. a. Bindungen zu Moderatoren oder Kandidaten geeignet. Zu den Lieblingsmoderatoren der bevorzugten Talkshows werden

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