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ungeheuerliche begebenheiten
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Artikel der Kategorie ‘Geldsch(r)öpfung’

Wie die Welt verrückt und wieder vernünftig wurde

August 25, 2011 Von: Heiner Flassbeck Kategorie: Geldsch(r)öpfung Kommentieren

Dieses ökonomische Märchen wurde uns freundlicherweise von Heiner Flassbeck, Chef-Volkswirt der UNCTAD, zur Verfügung gestellt. Viel Spaß beim Lesen ;-)

WuM, September 2011

Es war einmal vor kurzer Zeit. Da haben Banker und andere Geldmanager solange hemmungslos mit fremdem Geld gezockt, bis sie kurz vor der Pleite waren. Weil der Staat aber Angst hatte, die Pleite so vieler Banken könnte Panik bei den normalen Menschen auslösen, nahm er die Schulden der Zocker zunächst auf die eigene Kappe und verlangte von seinen Bürgern, dass sie auf die lange Sicht für die Schulden der Zocker geradestehen. Weil er aber die Zocker weder ins Gefängnis sperrte noch ihnen wenigstens das Zocken für die Zukunft verbot, gingen die Zocker sofort wieder zum Zocken, denn sie hatten ja nichts anderes gelernt.

Nun aber fanden die Zocker, dass es an der Zeit sei, auf die Pleite der Staaten zu wetten, denn die Staaten hatten ja jetzt enorm hohe Schulden. (mehr …)

Hunger und Wut – Warum die Welternährungskrise kein Zufall ist

Juli 31, 2011 Von: berndjoel Kategorie: Geldsch(r)öpfung Kommentieren

Muac-Band Foto: Worldvision

Entscheidend ist nicht die Anzahl Menschen, sondern ob deren Verbrauch die Ressourcen erschöpft. Laut Jean Ziegler, UN-Sonderberichterstatter, hat die FAO (Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen) errechnet, dass die Weltland- wirtschaft ohne Probleme 12 Milliarden Menschen ernähren könnte. Derzeit sind es knapp 7 Milliarden. Trotzdem verhungert alle 5 Sekunden ein Kind unter 10 Jahren. Jeden Tag sterben über 100.000 Menschen an Hunger oder seinen unmittelbaren Folgen. Fast eine Milliarde Menschen sind permanent schwer unterernährt. Siehe Jean Zieglers nicht gehaltene Rede bei den Salzburger Festspielen 2011, da er dort wieder ausgeladen wurde.

Der Film „Hunger und Wut – Warum die Welternährungskrise kein Zufall ist“ von Petra Schulz, ist zwar bereits 2008 für das ZDF hergestellt worden, er ist aber nach wie vor aktuell.  (mehr …)

Banking: islamisch, christlich oder demokratisch?

Juli 21, 2011 Von: sieben Kategorie: Geldsch(r)öpfung Kommentieren

Eine Bank ist nicht einfach eine Bank. Einer Bank schenkt man – nicht nur monetär – das Vertrauen, dass sie mit dem Geld, was man ja hart erspart hat, gut umgeht und es nicht verspielt. Oder dass sie einem das Geld wirklich – auch mal langfristiger – unter verlässlichen Konditionen leihen kann. Vom Vertrauen zum Glauben ist es nur noch ein kleiner Schritt und von dort ist der Weg frei zum Islamischen Bankwesen, das Weltonline zufloge von der Finanzkrise verschont blieb. Der Moral des Islam folgend dürfen Moslems keinen „Gewinn ohne gleichwertige Sachwerte“ erwirtschaften und halten sich daher an das Zinsverbot, was vormals im übrigen auch für Christen galt. Investitionen in amerikanische Immobilien-Junkderivate und Spekulationswetten auf Staatsanleihen mag Allah eben nicht. Geldanleger im westlichen Re(li)gionen anscheinend auch immer weniger. In Österreich gründet attac die „Demokratische Bank“ mit auffallenden Ähnlichkeiten zu den Koran-konformen Geldinstituten. Ein interessantes Interview, wie man eine Bank gründet, und ob es ohne Spekulation geht, gibt es auf dradio.de

Spekulationsverbot als gemeinsamer Nenner von Islam und Demokratie – göttlich!

Weiterführende Artikel:
# Wissenschaftlicher Dienst des Bundestages, Euro-Krise, Kreditausfallversicherungen (Derivate), Spekulation
# 10 Punkte Plan: Wie funktioniert Geld?

Angela Merkel: “Ratingagenturen nicht an sich böse”

Juli 21, 2011 Von: berndjoel Kategorie: Geldsch(r)öpfung 1 Kommentar →

Im ARD-Sommerinterview am 17. Juli 2011 äußerte sich Bundeskanzlerin Merkel mit dem bemerkenswerten Satz (0:13:20 / 0:19:19): „Die Ratingagenturen sind ja nicht an sich böse“. Hat sie da ihre Hausaufgaben gemacht? Der Moderator Deppendorf wagte zu erwähnen (0:09:20 / 0:19:19), dass Altkanzler Helmut Kohl, Ziehvater seines „Mädchens“ Angela Merkel, sich sehr erbost äußerte: „Die macht mir mein Europa kaputt!“

Da auch zeitdiebe-magazin mit der Fragestellung, ob Ratingagenturen jetzt böse sind oder nicht, doch etwas überrascht wird, leiten wir diese Frage an eine kompetente und sachkundige Institution weiter:

Frage an Radio Eriwan: „Sind Ratingagenturen böse?“
„Im Prinzip nein. Nur, wenn es ums Geld geht.“

ARD-Sommerinterview 2011

Weiterführende Artikel:
# Halbwissen zur Euro-Krise
# Ratingagenturen – ein zutiefst korruptes System
# 10 Punkte Plan: Wie funktioniert Geld?

Deutsche Staatsanleihen von Mooding und Poor herabgestuft – Merkel verkündet Sparpaket

Juli 14, 2011 Von: berndjoel Kategorie: Geldsch(r)öpfung Kommentieren

Nachdem Portugal und Irland von Ratingagenturen auf Ramschstatus gesetzt wurden, und die Italiener ebenfalls ins Visier gerieten, hat jetzt Mooding und Poor auch Deutschland herabgestuft. Ausschlaggebend war der Anstieg der deutschen Staatsschulden auf über zwei Billionen Euro im April dieses Jahres und die schwachen Ergebnisse der Werbereise von Bundeskanzlerin Merkel in Afrika für deutsche Rüstungsprodukte. (mehr …)

Verkauft doch Eure Inseln, Ihr Pleite-Amis

Juni 30, 2011 Von: berndjoel Kategorie: Geldsch(r)öpfung Kommentieren

BILD-Zeitung fordert, die Griechen sollen ihre Inseln verkaufen, um ihre Schulden zu begleichen. Heute sind wir wieder einen Schritt weiter, uns den Traum einer eigenen Insel endlich erfüllen zu können: Die USA haben ihre Schuldenobergrenze von 14,3 Billionen Dollar erreicht und ab dem 2. August kein ausreichendes Geld mehr für laufende Ausgaben und Schuldenbedienung. Obama gibt zu, dass das Land erstmals die Zahlungsunfähigkeit erklären könne (tagesspiegel). Wird BILD hier unserer aller Chancen erkennen? Wird morgen ihre Schlagzeile so aussehen? (mehr …)