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Artikel der Kategorie November, 2012

Waldbesetzer Hambacher Forst: Musikvideo

November 23, 2012 Von: berndjoel Kategorie: Empörte Bürger, Videos Kommentieren

Das Musikvideo ist eine Persiflage auf den RWE-Werbeclip “Der Energieriese”, den bereits greenpeace mit passenden Untertiteln belegte. Der Song “I love the mountains”, der dem RWE-Werbeclip unterlegt ist, erhielt in unserem Clip einen neuen Text.
Es wurde Ende Oktober dieses Jahres im Waldcamp der Aktivisten gedreht, kurz vor dessen Räumung am 13. November. Die Waldbesetzer haben inzwischen ein neues Camp und brauchen Unterstützung (Camping-Utensilien etc). Sie werden sich nicht abhalten lassen, weiterhin den Wald und das Klima zu schützen und sich dem rheinischen Braunkohle-Tagebau vom Energiekonzern RWE zu widersetzen, der größten CO2-Schleuder Europas. Eine sehenswerte Reportage über die Waldbesetzer von “planet e” (ZDF) findet sich hier.

I love the mountains

November 23, 2012 Von: berndjoel Kategorie: Songs 1 Kommentar →

“I love the mountains” ist ein Lied der US-amerikanischen Girl Scouts aus dem 19. Jahrhundert, hier der Originaltext. Der Energiekonzern RWE nutze eine Interpretion für seinen Werbeclip “Der Energieriese”. Auf youtube eine Version von greenpeace mit passenden Untertiteln.

Den geänderte Liedtext sangen Ende Oktober 2012 die Hambacher-Forst-Waldbesetzer für ein Musikvideo in ihrem Camp, kurz vor dessen Räumung.

Liedtext zur Melodie “I like the mountains” (mehr …)

Hambacher Forst: Keine Rettungsaktion

November 20, 2012 Von: berndjoel Kategorie: Empörte Bürger, Videos Kommentieren

Fehlinformation der Polizei: Keine Tunnelstützen weggetreten

Auf einer Pressekonferenz am 19.11.2012 teilten Aktivisten mit, die Darstellung der Polizei sei falsch, der Aktivist habe die von der Grubenwehr bereits angebrachten Stützen im Tunnel weggetreten, bevor er in einen weiteren Gang zurückwich. Die Grubenwehr selbst habe inzwischen eingeräumt, dass es dafür keine Anhaltspunkte gebe. Man erwäge nun eine Klage gegen den Polizeisprecher.

Auf Nachfrage von WDR.de teilte der während der Räumung zuständige Pressesprecher der Polizei Rhein-Erft-Kreis, Anton Hamacher, mit, er habe die Informationen an die Pressevertreter weitergegeben, die er in der Situation von der Einsatzleitung erhalten habe. “Erst im Rahmen der Ermittlungen beim Staatsschutz in Köln ist herausgekommen, dass diese Information möglicherweise falsch war.” Er habe die Presse schnell mit Neuigkeiten versorgen wollen.

Weiterhin wolle der Aktivist “Herr Zimmermann” klarstellen, dass der Polizeieinsatz, um ihn aus seinem Versteck zu holen, keine Rettungsaktion gewesen sei. “Ich konnte mich zu jedem Zeitpunkt aus dem Tunnel befreien.” Außerdem habe die Polizei durch die Art ihres Einsatzes sein Leben gefährdet. Ohne zu wissen, wo genau er sich befand, habe die Polizei schließlich direkt über seinem Kopf gebaggert und dabei sämtliche Warnhinweise ignoriert. “Ich war es nicht, der geräumt werden wollte”, zitiert seine Freundin Laura. Er habe wiederholt versucht, mit der Polizei zu verhandeln, um die Räumung zu verkürzen.

Eine sehenswerte Reportage (2min49) über das Waldcamp von ZDF “planet e”:
www.youtube.com/watch?v=sciT7_doogQ

Hambacher Forst – Such die Aktivisten

November 19, 2012 Von: berndjoel Kategorie: Empörte Bürger, Videos Kommentieren

“Such die Aktivisten”, eine Parodie von Frollein Irrweg und dem Energieriesen beim Protest am 18.11. im Hambacher Forst gegen den Braunkohle-Tagebau von RWE.

Der Einsatzleiter der Polizei, die mit einer Hundertschaft angerückte, ließ die Anwesenden, anfangs erst zu dritt, nicht auf die Brücke, den angemeldeten Versammlungsort. Angeblich fände in der Nähe eine weitere Veranstaltung statt, und die Straßenbrücke über die Kohlebahn der RWE sei ihr Privatgelände. Nach langer Diskussion einigte man sich darauf, dass die Versammlung vor der Brücke stattfinden kann. Es kam zu einem Handschlag zwischen dem Verantwortlichen der Veranstaltung und dem Polizei-Einsatzleiter. Dann gab es endlich Kuchen.

14N OccupyCologne

November 16, 2012 Von: berndjoel Kategorie: Empörte Bürger, Videos Kommentieren

Leider ging die fröhliche und friedliche Choreogaphie der Occupy-Gruppe mit “Udo und die Nanas” in dem Demo-Getümmel unter. Sicherlich tut es einem gut, sein Wut mit aggressiven Parolen aus dem Leib zu brüllen – aber wie wirkt es auf die Passanten? Sind rote Fahnen mit Labels linker Organisationen nicht eher von vorgestern? Kann eine militante Ausstrahlung Sympathien erwirken, oder ist sie dem Bürger eher suspekt?

Hierzu ein Kommentar aus der OC-Mailingliste:
“Möchte hier mal zur Diskussion stellen ob Ihr es für klug haltet, bei einer von Occupy angemeldeten Demonstration der klassischen “K – Fraktion” derart viel Raum zu geben wie es am Mittwoch geschehen ist. […] Auch wenn ich inhaltlich viele Teile der Rede der […] Moderatorin kraftvoll und gut fand, manövrieren wir uns durch agressiv und humorlos vorgetragene Kampfesrethorik wieder ein Stück weiter weg von den angepeilten 99%. Erwiesenermassen versucht die Bevölkerung gerade in Krisenzeiten möglichst das Brennen ihrer Stadt zu vermeiden und bewaffnete Horden in den Strassen sind auch nicht gerade der Traum von Otto Normal und Lieschen Müller. Wir wurden übrigens mit den Nanas von irgendwelchen “links” Aktivisten angepflaumt, unser Humor würde verhindern dass die Demo “ernst genommen” werden könnte… Ich kann mit derlei verbohrter Einstellung wenig anfangen und wünsche mir mehr konstruktiv umgesetzte Wut – weniger Dogmatik und Destruktivität.”

Ein Video über die OccupyCologne-Beteiligung an der Demo:

“Ich bin ein Berliner” Videobotschaft aus Portugal

November 12, 2012 Von: berndjoel Kategorie: Empörte Bürger 2 Kommentare →

Eine Videobotschaft von Bürger zu Bürger: Den Portugiesen an den Deutschen. Ein Appell, nicht nur die Version deutscher Politiker und sogenannter Experten in den Medien, sondern auch die Sicht der betroffenen Portugiesen anzuhören.

Der Film wird beim Besuch von Bundeskanzlerin Merkel am 12.11.2012 in Tourismus-Center in Lissabon gezeigt. Die Autoren des Films, darunter ein ehemaliger Parteivorsitzende der portugiesischen bürgerlichen Partei PPD, Marcelo Rebelo de Sousa, fragten auch die deutsche Regierung an, sie möge den Film am Wochenende vor den Besuch Frau Merkels in öffentlich zugängigen Räumen zeigen. Dies wurde jedoch abgelehnt. Daraufhin reichten sie einen formalen Protest bei der Deutschen Botschaft in Portugal ein.

Eine sicherlich gut geplante Kampagne, um mit wenigen Mittel ein Aufmerksamkeitsfenster zu öffnen. Zumindestens ein Versuch, die Informationsmauer der deutschen Medien zu durchbrechen.