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ungeheuerliche begebenheiten
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Artikel der Kategorie September, 2011

BBC-Interview mit Alessio Rastani

September 30, 2011 Von: berndjoel Kategorie: Geldsch(r)öpfung Kommentieren

Der private, nach Angaben vom Telegraph im Moment nicht so erfolgreiche Spekulant Alessio Rastani, hatte in einem Interview der BBC (youtube-video) seine „15 minutes of fame“, in dem er, sicherlich stellvertretend für die viele Spekulanten, ob große oder kleine, seine Weltanschauung darlegte. Bereits 2009/10 hat der etwas erfolgreichere, an der deutschen Börse zugelassene Börsenmakler Dirk Müller sein Insider-Wissen über den Finanzmarkt im Buch „Crashkurs“ veröffentlicht und er kam zu ähnlichen Ergebnissen. Typisch für Spekulanten, dass sie als Lösung individuelle Vermögensumschichtungen vorschlagen, für die sie ihre „Hilfe“ anbieten. Da das Interview des BBC einige Wellen  in den Medien verursachte, hier eine deutsche Übersetzung wesentlicher Äußerungen von Rastani: (mehr …)

2-Strikes-Modell: Kauder-Strike, Kauder-Welsch oder Kauder-Fälsch?

September 29, 2011 Von: berndjoel Kategorie: Internet 1 Kommentar →

Siegfried Kauder (CDU), seit November 2009 immerhin der Vorsitzende des Rechtsausschusses des Deutschen Bundestages, kündigte am 21. September beim Parlamentarischen Abend der Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutz- rechten (GVL) einen eigenen Gesetzentwurf an. (mehr …)

Verloren in deiner Hand

September 29, 2011 Von: maluma Kategorie: Lyrisches Kommentieren

Fotos: Rainer Driesen, Arne Hückelheim

Fotos: R. Driesen, A. Hückelheim

Verloren in deiner Hand.

Dein Blick streift mich,

fordernd, verlangend,

der Glanz in deinen Augen.

Du willst mich.

Deinen Kopf leicht zur Seite geneigt,

öffnest du sinnlich deine Lippen,

hältst mich fest.

Deine Zunge umschlingt mich,

immer und immer wieder.

Deine Liebe zerstört mich.

Verschmelzend im Augenblick,

verliere ich mich in dir.

Liebst du mich?

Es erregt dich, wie damals…

Unser Erstes Mal.

Weißt du noch?

Ja, ja, hauche ich…

mehr, mehr,

deines weißen Schaums

in meinem Munde.

Geliebte Zuckerwatte.

My Holy Internet

September 28, 2011 Von: muntifi Kategorie: Internet Kommentieren

Mr Wong (mein Opa) und Tante Wikipedia twittern mich, bevor sie mich face-to-face besuchen. Meine Pizza bestelle ich online, und meine Kollegen xingeln, wenn sie etwas davon ab haben wollen. Mein Mülleimer hat einen Trashbeutel und meine Kinder sehe ich täglich in Skype. Sie holen sich selbst mit meinem Pin das Taschengeld vom Konto und überspielen die Wäsche. An die Wand hinter dem Schreibtisch habe ich eine Weltkarte gebeamt. Dort blinken Profilfotos mit den Wohnorten auf, wenn meine Freunde in Facebook aktiv werden.

Gleichzeitig sehe ich auf Bildschirm3 die bundesbahn- und flug.de-Seiten mit den besten Verbindungen zu meinen Favoriten. Freundin Elena meldet mir auf Bildschirm2 die meinem Gehalt entsprechenden Lokalitäten, in der wir uns treffen könnten. Auf Bildschirm4 chatte ich zeitgleich mit Tante Wikipedia, damit niemand merkt, wie blöd ich bin. Auf Bildschirm1 surfe ich durch die Blogs. Wunderbar! Auf Bildschirm5 blogge ich nervige User, auf Bildschirm6 tweete ich Pressemitteilungen, damit sich die Anzahl meiner followers zum Frühstück verdreifachen wird.

Seit ich im Internet bin, schicke ich meinen Avatar zum Stammtisch in die Kneipe um die Ecke. Weil die inzwischen vollautomatisiert ist, haben sie noch gar nicht gemerkt, dass ich nicht mehr selbst vorbeikomme.

Ist der Fernseher die Einstiegsdroge zum Internet?

September 27, 2011 Von: berndjoel Kategorie: Internet Kommentieren

Dank einer gestrigen Pressemitteilung der Drogenbeauftragten Frau Mechthild Dyckmans (FDP) wissen wir, dass es über eine halbe Million Internetsüchtige in Deutschland gibt. Ich möchte nicht darauf herum reiten, dass man in einschlägigen, medizinischen Klassifikationen (ICD, DSM) eine „Internetsucht“ vergeblich sucht, weil sie dort gar nicht auftaucht. Ich möchte vielmehr die in diesen Zusammenhang nicht uninteressante Frage aufwerfen, ob Fernsehen die Einstiegsdroge zum Internet sein kann: Verführt das Internet doch zu einem ähnlichen Suchtverhalten, das sich beim Fernseher schon ab dem zarten Alter von 3 Jahren manifestieren kann.

Die Studie zur Internetsucht vermutet denjenigen als abhängig, der mehr als 4 Stunden täglich im Internet surft. Laut “Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung” (AGF) stieg am 25.09.2011 der durchschnittliche Fernsehkonsum (ab dem Alter von 3 Jahren) auf 239 Minuten – da fehlte nur noch eine Minute, und wir wären ein Volk von Fernsehsüchtigen gewesen, für einen Tag. (mehr …)

Tuckernde Frachter beladen mit buntem Gelächter

September 26, 2011 Von: berndjoel Kategorie: Prosaisches Kommentieren

Endlich sitzen wir uns gegenüber, vor einem Café am Rhein, und schauen uns, ein letzter sonniger Tag des zerfließenden Jahres, den schweren Fluss, seine grünen Auen, seine belebte Promenade an. Emails, Leidenschaft jeden Tag, manchmal etwas gestritten, dann etwas gelitten, verschlang ein jeder süchtig die nächste Mail des anderen. Beim Erwachen, beim Kaffeebrühen, verbrannte Fingerkuppen, im Büro, abends bis spät in die Nacht, getrieben von sich steigernder Sehnsucht…

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