ZEITDIEBE-MAGAZIN

ungeheuerliche begebenheiten
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Artikel der Kategorie Juli, 2011

Wie aus Spanien Espanistan wurde…

Juli 25, 2011 Von: berndjoel Kategorie: Empörte Bürger Kommentieren

Dieses Wochenende, am 23./24.07.11, hatte der wochenlange Sternmarsch der „Indignados“ (Empörten) wieder den Platz „Puerta del Sol“ in Madrid erreicht. Der Marsch ging von allen Himmelsrichtungen durch Dörfer und Kleinstädte, die bis jetzt kaum von der Bewegung „Democracia Real Ya“ erreicht wurden. 50% der spanischen Jugendlichen sind arbeitslos, trotzdem wird die Arbeitszeit verlängert. Die Renten werden gekürzt, viele Spanier, die arbeitslos wurden, verlieren auch ihre Wohnung, da sie ihre Kredite nicht mehr zahlen können. Es versucht wird Zwangsräumungen zu verhindern, auch wenn dies nicht immer gelingt, wie diese Nachrichtensendung zeigt.

Eine vernünftige Forderung ist sicherlich, Wohnungseigentümern ihre Kreditrückzahlungen zu erleichtern, denn auch so kann eine Bankenkrise durch ausfallende Kredite vermieden werden. Über die spanische Immobilienblase, deren treibende Kraft und deren Gewinnler auch die Banken waren, und ihr Platzen ein sehenswerter Zeichentrickfilm. Der kommt einem Spanisch, – und dann doch wieder sehr bekannt vor:

Café zur unerfüllten Erwartung

Juli 24, 2011 Von: elsa Kategorie: Prosaisches 2 Kommentare →

Beim Äußerln mit meinem Rauhaardackel Hiasl kehre ich nachts gern im Café Sport ein. Neben dem Eingang steht die Jukebox. Die Piaf, der Brel oder griechische Musik im steten Wechsel, man meint, vor der Tür ist der Pigalle oder das Meer, dabei ist es nur die Schönlaterngasse.

Die Frau Sport, wie wir die Koberin nennen, keiner weiß, wie sie in echt heißt, thront gegenüber mit ihrem mächtigen Allerwertesten auf einem Podest hinter der Kassa und wirft düstere Blicke durch ihre Lokalität, damit sich keiner aufführt. Steffi, die Kellnerin, die höchstens ein Viertel vom Volumen ihrer Chefin hat, lehnt neben ihr und süffelt ihr Achterl Weißwein, (mehr …)

One Night Stand in der Hammond-Bar

Juli 22, 2011 Von: berndjoel Kategorie: Beziehungsfragen, Prosaisches Kommentieren

Nach einen relativ müßigen Tag beschloss ich, noch einmal in die Hammond-Bar zu gehen, deren Lichter so manchen leckeren Happen anlockten. Bereits als ich sie betrat, ahnte ich, dass diese Nacht anders sein, ja meinem Leben eine überraschende Wende geben wird. Ein dichter, moschusartiger Geruch lag in der Luft. An ein paar dürren Gestalten weiblichen Geschlechts vorbei, die sich träge unter den Spotlampen der Bar rekelten, zog es mich immer weiter in den hinteren, dunklen Bereich der Bar. Denn ich ahnte, dass da etwas war, was mich sehnsüchtig erwartete. Und dann sah ich sie, lasziv aber wachsam streckte sie ihre langen Glieder, ihr riesiges Becken langsam rhythmisch kreisend. Sie wusste, was ich von ihr wollte, und sie schien dazu bereit, solange ich keinen Fehler beging. (mehr …)

S21 – “Stresstest” der DB ohne Stress, ohne Beteiligung des Aktionsbündnisses, ohne Offenlegung der von der Bahn zugrunde gelegten Daten

Juli 22, 2011 Von: berndjoel Kategorie: Empörte Bürger, Videos 1 Kommentar →

Laut dem von der DB beauftragten Schweizer Verkehrsbüro sma ist der sogenannte “Stresstest” bestanden. Wer beißt schon in die Hand, die einen füttert? Der Stresstest fand ohne Beteiligung des Aktionsbündnisses der S21-Gegner an der Konzeption des Testes statt, noch wurden die von der DB vorgegebenen Daten und ihr Procedere des Testes vollständig offen gelegt. Es war eine Verkehrssimulation der DB ohne Störungen, die bei der Bahn, wie jeder Bahnreisende gerne berichten kann, ja durchaus öfters vorkommen – ein Stresstest ohne Stress. (mehr …)

Banking: islamisch, christlich oder demokratisch?

Juli 21, 2011 Von: sieben Kategorie: Geldsch(r)öpfung Kommentieren

Eine Bank ist nicht einfach eine Bank. Einer Bank schenkt man – nicht nur monetär – das Vertrauen, dass sie mit dem Geld, was man ja hart erspart hat, gut umgeht und es nicht verspielt. Oder dass sie einem das Geld wirklich – auch mal langfristiger – unter verlässlichen Konditionen leihen kann. Vom Vertrauen zum Glauben ist es nur noch ein kleiner Schritt und von dort ist der Weg frei zum Islamischen Bankwesen, das Weltonline zufloge von der Finanzkrise verschont blieb. Der Moral des Islam folgend dürfen Moslems keinen „Gewinn ohne gleichwertige Sachwerte“ erwirtschaften und halten sich daher an das Zinsverbot, was vormals im übrigen auch für Christen galt. Investitionen in amerikanische Immobilien-Junkderivate und Spekulationswetten auf Staatsanleihen mag Allah eben nicht. Geldanleger im westlichen Re(li)gionen anscheinend auch immer weniger. In Österreich gründet attac die „Demokratische Bank“ mit auffallenden Ähnlichkeiten zu den Koran-konformen Geldinstituten. Ein interessantes Interview, wie man eine Bank gründet, und ob es ohne Spekulation geht, gibt es auf dradio.de

Spekulationsverbot als gemeinsamer Nenner von Islam und Demokratie – göttlich!

Weiterführende Artikel:
# Wissenschaftlicher Dienst des Bundestages, Euro-Krise, Kreditausfallversicherungen (Derivate), Spekulation
# 10 Punkte Plan: Wie funktioniert Geld?

PUERTA DEL SOL – Musik-Video “La Revolución del Amor”

Juli 21, 2011 Von: berndjoel Kategorie: Empörte Bürger, Songs, Videos Kommentieren

Dieses Musik-Video mit dem Song “La revolución del amor”  ist eine Hommage an alle, die sich am Camp auf dem Platz Puerta del Sol in Madrid beteiligten.

zeitdeibe-magazin schaut gerade nach, ob noch genug Geld in der Portokasse ist, um einen Urlaub in Spanien zu machen…