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Artikel der Kategorie Juli, 2011

Hunger und Wut – Warum die Welternährungskrise kein Zufall ist

Juli 31, 2011 Von: berndjoel Kategorie: Geldsch(r)öpfung Kommentieren

Muac-Band Foto: Worldvision

Entscheidend ist nicht die Anzahl Menschen, sondern ob deren Verbrauch die Ressourcen erschöpft. Laut Jean Ziegler, UN-Sonderberichterstatter, hat die FAO (Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen) errechnet, dass die Weltland- wirtschaft ohne Probleme 12 Milliarden Menschen ernähren könnte. Derzeit sind es knapp 7 Milliarden. Trotzdem verhungert alle 5 Sekunden ein Kind unter 10 Jahren. Jeden Tag sterben über 100.000 Menschen an Hunger oder seinen unmittelbaren Folgen. Fast eine Milliarde Menschen sind permanent schwer unterernährt. Siehe Jean Zieglers nicht gehaltene Rede bei den Salzburger Festspielen 2011, da er dort wieder ausgeladen wurde.

Der Film „Hunger und Wut – Warum die Welternährungskrise kein Zufall ist“ von Petra Schulz, ist zwar bereits 2008 für das ZDF hergestellt worden, er ist aber nach wie vor aktuell.  (mehr …)

Verstaubte Schubladen

Juli 29, 2011 Von: CharlotteBuff Kategorie: Prosaisches Kommentieren

Obgleich ich mich öfter dabei erwische, die Fracht meiner Schubladen einmotten zu wollen, verbringe ich beim Stöbern weiterhin die Zeit damit, bleiche, aber festgekrallte Fotografien und Gedanken zu streicheln, mit gedachten Fingern sachte über ihre eingerissenen, umgeknickten Ränder zu fahren, um sie letztlich – mit einem wider- sprüchlichen Pflichtgefühl – einfach wieder einzusortieren.

Gedankenfrachtschubladen

Gedankenfrachtschubladen

In die hinterste Ecke vielleicht? Oder einfach die Laden vertauschen? Zuerst das vermaledeite, verschwommene Bild meiner ersten großen Liebe, gerade noch gnädig vom Staub der Zeit verdeckt, jetzt wieder im strahlenden Licht – schnell unter das Abgangszeugnis geschoben. Mein Studium zwischen Glaspheolen und Pink Floyd-Klängen obendrauf, damit es auch schön beschwert ist, so… geschafft! Seifenblasen, Kindergeschrei, verkleckerte Lätzchen und Rollschuhküsse…Oh nein, wohin jetzt damit? Ah, ich hab´s…rasch unter die Wunschversion der neuen Kollektion von Victoria`s Secrets: Ausgleich der Mächte nenne ich das nun!

Vertrauensbrüche verschwinden unter Küssen – Oh JA! Das tat gut :-) Unter der ersten Ehe setze ich keinen Strich, sondern dagegen: Die allererste Erfahrung mit dem Kettenkarussell und zehn Fahrmarken. Mal sehen… da wäre noch der ein oder andere verregnete, vertrödelte Tag – sollte ich die vielleicht zwischen die Candlelight-Dinner im Palmengarten von Nymphenburg quetschen? Nein, ich lasse sie, blase ein bisschen Staub ab – und verwahre sie sämtlich in meinen alten Schubladen:

Diese wunderbaren Tage.

Flashmobs #fickdichberlin – die erfolgreichsten Aktionsformen – Gefahren – Chancen – No-Go´s

Juli 28, 2011 Von: berndjoel Kategorie: Empörte Bürger, Internet Kommentieren

Menschen, die im Internet ihren Spaß haben, und weniger aus dem Fernseher, aus der Kneipe, dem Fußballstadion, oder gar aus parteipolitischen Veranstaltungen jeglicher Couleur holen – diesen Menschen wird Realitätsfremdheit, fehlende Kommunikationsfreudigkeit, mangelnde soziale Verbindungen vorgeworfen, unter Generalverdacht eines asozialen, ja süchtigen Verhalten. Vor allem seien sie aber eins : Eben nicht aktiv, und besonders nicht politisch aktiv. Sie kämen halt nicht von ihrem Pupssessel und ihrem PC los. Auch wenn sie Tsunamis politischen Protestes im Internet bilden, wie erst am 26 Juli mit #fickdichberlin, – zeitdiebe-magazin berichtete -, so kämen diese Proteste nicht aus dem Internet heraus und seien daher ziemlich wertlos.

zeitdiebe-magazin möchte zwischen diesen verhärteten Fronten schlichten, Heiner Geißler steht seit S21 nicht zur Verfügung. Ein Machtwort von Frau Merkel ist nicht zu erwarten, da sie sich im Urlaub befindet, wo auch immer das ist.

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Please enter the Gangway

Juli 27, 2011 Von: CharlotteBuff Kategorie: Prosaisches Kommentieren

Gerade sitze ich auf einer schmutzigen Bank am Flughafen, im Gepäck die auf Trockeneis gelagerten Exemplare der verschiedensten Entwicklungsstadien einer speziellen Fliegenart.

Was tue ich hier? Warte ich darauf, dass diese anfangen, mit mir eine illustre Konversation zu halten? Seit langem schon beschleicht mich ein Gefühl des Fallens… des Fallens von Schuppen, die mir auf den Augen liegen. Angenommen, eine Beeinträchtigung meiner Gesundheit zwänge mich dazu, mein Fachidiotentum ad acta zu legen… was finge ich mit meiner Freizeit an, so ganz ohne meine kleinen weißen Freunde? Sähen sie mich dann etwa nur noch mitleidig vom Boden einer Tequilaflasche aus an, als wollten sie mir ihren wahren Bestimmungsort glotzäugig telepathisch ins Hirn bohren? Säße ich zuhause, prägte ich mir alle Inhaltstoffe meines Bio-Bulgur-Müslis ein, die auf der rückseitigen Packung zu lesen sind? Oder versuchte ich mit einem aufgedrehten Drahtbügel das ewig verstopfte Staubsaugerrohr zu reinigen, das schon, bereit zum Abtransport, im Sperrmüll liegt?

PLEASE ENTER THE GANGWAY PLEASE ENTER THE GANGWAY PLEASE ENTER THE GANGWAY
http://www.nih.gov/

Maden in einer Wunde

Während ich mein Handgepäck, die Fliegenmaden, eisern umklammere, als gälte es, einen Abstürzenden von der Klippe wegzuziehen, ergehe ich mich in reichlich elegischen Gedanken ob meiner sozialkontakt-vernachlässigten Zukunft, fische das Handy aus der Manteltasche und wähle die wichtigste Telefonnummer, nach der Telefonseelsorge, –

meine Arbeitsstelle… und seufze.

Wenn 3 Leute bereits eine Demo sind, wie viel braucht man für einen Flashmob #fickdichberlin ?

Juli 27, 2011 Von: berndjoel Kategorie: Empörte Bürger, Internet Kommentieren

Ein Hashtag („hash“ ist die engl. Bezeichnung für das Doppelkreuz #, „tag“ bedeutet „Anhänger, Auszeichnung“) ist ein Schlagwort, das bei Twitter zur Kategorisierung dient. Twitter ist ein soziales Netzwerk im Internet, ähnlich Facebook. Bei Twitter ist jedoch eine Mitteilung, ein sogenannter „Tweet“, auf 140 Zeichen beschränkt.

BlackBuccaneer, Mitglied der Piratenpartei, fragte am 25. Juli in seinem Twitter-Zirkel von 580 Mitgliedern, sogenannte “followers”:

Kriegen wir #fuckyouwashington auch in Deutschland hin? Wie wär’s morgen ab 12:00 Uhr? #fickdichberlin (Info:http://bit.ly/nBsvlA)

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Die Entdeckung des Sommerlochs

Juli 26, 2011 Von: muntifi_vs_b.j. Kategorie: Beziehungsfragen, Cartoons Kommentieren


Sommerloch

Entdeckung des Sommerlochs skizze: muntifi