ZEITDIEBE-MAGAZIN

ungeheuerliche begebenheiten
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Artikel der Kategorie Juni, 2011

Sarcophaga carnaria

Juni 30, 2011 Von: CharlotteBuff Kategorie: Beziehungsfragen, Prosaisches Kommentieren

Weißt du, wie präsent du bist? Obwohl meinen Körper deine marternde Gegenwart kalt lässt, mein Herz nicht in Schwingung bringt, du es nicht zum erregten Klopfen bringen kannst, ob deiner wilden Liebesbisse, (mehr …)

Verkauft doch Eure Inseln, Ihr Pleite-Amis

Juni 30, 2011 Von: berndjoel Kategorie: Geldsch(r)öpfung Kommentieren

BILD-Zeitung fordert, die Griechen sollen ihre Inseln verkaufen, um ihre Schulden zu begleichen. Heute sind wir wieder einen Schritt weiter, uns den Traum einer eigenen Insel endlich erfüllen zu können: Die USA haben ihre Schuldenobergrenze von 14,3 Billionen Dollar erreicht und ab dem 2. August kein ausreichendes Geld mehr für laufende Ausgaben und Schuldenbedienung. Obama gibt zu, dass das Land erstmals die Zahlungsunfähigkeit erklären könne (tagesspiegel). Wird BILD hier unserer aller Chancen erkennen? Wird morgen ihre Schlagzeile so aussehen? (mehr …)

Viva Familia

Juni 29, 2011 Von: CharlotteBuff Kategorie: Prosaisches Kommentieren

Epilog Meine Jugend war geprägt von einer spezifischen Aura der pädagogischen Willkür. Gewiegt im Zeitgeist der antiautoritären Erziehung, – heimlich durchbrochen von ruchlosen Eltern, die in der ein oder anderen verzweifelten Stunde durchaus in der Lage waren, sich auf längst vergessen geglaubte Maßnahmen zu berufen….und Probleme in der althergebrachten Weise lösten….wurde die gute alte Backpfeife zwar ein seltener, aber durchaus nicht ungefürchteter Begleiter meiner Jugend. Schamlos nutzte man unsere kindliche Unschuld aus, (mehr …)

Die Verwandlung

Juni 28, 2011 Von: berndjoel Kategorie: Prosaisches 4 Kommentare →

Schon seit Tagen habe ich den Eindruck, eine Mattscheibe habe sich über mich gestülpt. Alles erscheint milchig und verschwommen, nichts ist mehr bunt, in kräftigen Farben,  es fehlen scharfe Konturen. Gelähmt liege ich auf meinem Bett, bewegungslos verharre ich mit starren Gliedern. (mehr …)

Wissenschaftlicher Dienst des Bundestages, Euro-Krise, Kreditausfallversicherungen (Derivate), Spekulation

Juni 26, 2011 Von: berndjoel Kategorie: Geldsch(r)öpfung Kommentieren

Ohne die Lasten erhöhter Zinsen seit der Absenkung seiner Kreditwürdigkeit durch Ratingsagenturen könnte Griechenland auch heute noch problemlos seine Kreditfälligkeiten zahlen. Die Einführung des Euros diente hauptsächlich der Exportsicherung der deutschen Wirtschaft (60 bis 70% aller deutschen Exporte gehen in EU-Länder). Die Importländer sahen eine Chance, über größere Investitionen und Kredite ihre eigene Wirtschaft zu fördern, da hierfür  durch die gemeinsame Währung das Wechselrisiko entfiel. Sie wurden jedoch durch die stetige Senkung der deutschen Lohnstückkosten an die Wand gedrückt, und konnten nicht mehr wie vorher durch die Abwertung der eigenen Währung die Schieflage der Handelsbilanz wieder ausgleichen. Und Sparen bedeutet in einer Volkswirtschaft nun mal weniger Umsatz, weniger Steuern und so noch geringere Kreditwürdigkeit. Die Staaten stecken in ein Dilemma.

Doch nun zum Wissenschaftlichen Dienst, und zwar zu Kreditausfallversicherungen (in Form von Derivaten, z.B. CDS):  Ein Dokument vom 1. Juli 2010 zeigt auf, dass der Wissenschaftliche Dienst des Deutschen Bundestags vor den systemischen Gefahren warnte, die ein unregulierter Finanzmarkt innehat, dass Spekulanten Preise für Kreditausfallversicherungen bewusst in die Höhe treiben können, was „die Finanzierungskosten von Unternehmen und Staaten negativ beeinflusst, sodass das tatsächliche Ausfallrisiko erhöht wird. Insgesamt würde die Tätigkeit der Spekulanten damit, anstatt vorhandene Risiken zu bewerten, zusätzliche Risiken schaffen.“

Der Dienst bemängelt die fehlende Transparenz dieser Finanzgeschäfte, da ein Großteil „Over-the-Counter“, also „über der Theke“ stattfindet.  Fünf Hauptakteure, Hedgefonds, Banken und Versicherungen, seien so stark vernetzt, dass beim Ausfall von Krediten eine hohe „Ansteckungsgefahr“ bestehe. Die fehlende Transparenz dieser Geschäfte könne zu  „panikartigen Marktreaktionen“ führen, dies zeigte bereits die Finanzkrise, die mit der Lehmann-Insolvenz 2008 begonnen hatte: „Die Grundfunktionen von Finanzinstituten, wie die Auswahl und Betreuung von Kreditrisiken, werden außer Kraft gesetzt, da die von einer mangelnden Erfüllung dieser Aufgaben ausgehenden Verluste nicht mehr selbst getragen werden. “ Hätte der Dienst noch erwähnt, dass die Ratingagenturen Banken und Versicherungen gehören, die wiederum die Ratingagenturen für das Rating ihrer Finanz”produkte” bezahlen, und sich von diesen beraten lassen, wäre das Bild der Vernetzung der Finanzakteure vollständig. (hierzu Werner Rügemer auf nachdenkseiten.de)

Warren Buffett, einer der großen Finanzspekulanten, zweitreichster Mann der Welt mit einem Privatvermögen von 52 Milliarden Dollar, sagte schon 2008 in seinem Aktionärsbrief:

Aus unserer Sicht sind Derivate [Kreditversicherungen] jedoch finanzielle Massenvernichtungswaffen, die Gefahren beinhalten, die – obwohl jetzt nur latent vorhanden – möglicherweise tödlich sind.

Weiterführende Artikel:
# 10 Punkte Plan: Wie funktioniert Geld?
# Staatsfinanzierung als Subvention des Finanzsektors

Regenwald-Dusche

Juni 26, 2011 Von: berndjoel Kategorie: Prosaisches 3 Kommentare →

Da ich als Meistens-Single ziemlich oft alleine dusche, bis auf wenigen Ausnahmen der Gesellschaft einer Assel oder Stubenfliege, habe ich mir aus einem Baumarkt-Sonderangebot eine Regenwalddusche spendiert. Um meine sensorischen Sinne, und zwar meine exterozeptischen, hier speziell die Oberflächensensibilität, unter einem intensen Wasserrausch zu setzen, (mehr …)